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Krav Maga 
(hebr.„Kontaktkampf“) ist ein Überbegriff für verschiedene zivile Selbstverteidigungssysteme sowie für die
Nahkampfsysteme der schen Streitkräfte. Innerhalb der israelischen Sicherheitskräfte wird der Begriff Krav Maga im
Sinne von Nahkampf verwendet. Er umfasst die in den jeweiligen Einheiten durchaus unterschiedlichen Varianten
des militärischen oder polizeilichen Nahkampfes.
Heute wird Krav Maga weltweit unterrichtet.
Dabei muss zwischen drei Zielgruppen unterschieden werden:
Krav Maga für Privatpersonen – zur Selbstverteidigung, zur Deeskalation, zur Stressresistenz und als
Zusatznutzen für die Gesundheit/Fitness
Krav Maga für den Sicherheitsbereich/Polizei
Krav Maga für das Militär
Die Zielsetzung für Privatpersonen besteht darin Menschen effektive, einfache Methoden an die Hand zu geben, um
sich gegen Gewalt (sei es verbal oder nonverbal) behaupten zu können. Die juristisch einwandfreie Anwendung
dieser Methoden hängt von der Verhältnismäßigkeit der Verteidigungsmethoden zu bestimmten Angriffssituationen
ab (Werden Waffen benutzt? Ist das eigene Leben in Gefahr? usw.). Die Verhältnismäßigkeit wird durch den
Gesetzgeber festgelegt. Dazu ist für viele der Spaß- und Fitnessfaktor auch ein Grund Krav Maga zu trainieren, in
den USA wird Krav Maga beispielsweise stark als „Fitnesssystem“ genutzt.
Im Sicherheitsbereich und bei der Polizei sind die Schwerpunkte der Ausbildung; Deeskalation, Eigenschutz,
Einsatztaktik, Personenschutz, Veranstaltungsschutz und natürlich Abführ- und Kontrolltechniken. Die Zielsetzung für
den militärischen Einsatz ist die Ausbildung von militärischem Personal in Nahkampfmethoden.
Krav Maga im zivilen Bereich
Krav Maga zeichnet sich durch einfache Techniken aus. Natürliche und instinktive Reaktionen werden im System
berücksichtigt und sinnvoll eingebunden. Dadurch ist Krav Maga relativ schnell zu erlernen. Krav Maga ist seinem
Selbstverständnis nach kein Sport, sondern ein reines Selbstverteidigungssystem. Es gibt keine Wettkämpfe.
Besonders das richtige Reagieren unter Stress wird trainiert. Dabei wird der richtigen Taktik in Gefahrensituationen
viel Raum eingeräumt.
Aufgrund der historischen Entwicklung, des Kampfsport-Hintergrundes vieler Vertreter und der Orientierung nach
Prinzipien und weniger nach starren Techniken sind inzwischen verschiedene Organisationen und Interpretationen
des Krav Maga entstanden, die sich teilweise in der Auswahl der Techniken (vor allem bei fortgeschritteneren
Programmen) und Trainingsmethoden unterscheiden. Im deutschsprachigen Raum werden mittlerweile
unterschiedlichste Krav-Maga-Varianten unterrichtet.
Verschiedene Krav-Maga-Verbände aus dem Ausland bieten Seminare in Deutschland an. Ein Beispiel hierfür ist das
Krav Maga von Moni Aizik (Commando Krav Maga). Im internationalen Vergleich ist die International Krav Maga
Federation (IKMF) die größte Krav-Maga-Organisation. Der ehemals zur IKMF gehörende amerikanische Krav-
Maga-Verband nennt sich seit 2005 Krav Maga Worldwide und versucht, über die USA hinaus zu expandieren.